Lara Kalenborn interviewt die Künstlerin der Cover ihrer Amazonenromane

Franziska, eine fantastische Künstlerin

Lara: Verzeiht das Wortspiel in der Headline, aber die Franziska ist wirklich in vielerlei Hinsicht fantastisch.

Da ist vor allem ihre feinfühlige Art, mit der sie es schafft, die Protagonisten deiner Geschichte, aus deiner Vorstellung herauszulocken und einfach, mir nichts dir nichts aufs Papier zu bannen. Und dann sind sie da. Deine Heldinnen und Heldinnen, schauen dich überrascht oder ganz lässig an und du denkst: ‚Hey, Emilia, da bist du ja.‘ oder ‚Wow, Fabel, du bist echt cool.‘ oder ‚Oh, Lenan, du schöner Mann.‘ Ja, so war das.

Nun, genug des Vorgeplänkels. Hier ist sie, Franziska:

Die Schnellfragerunde mit Franziska

Lara: Buch oder Ebook? Franziska: Buch

Hund oder Katze? Katze

Trubel oder Ruhe? Ruhe

Film oder Serie? Film

Chips oder Schokolade? Schokolade

Berge oder Meer? Berge

Hotel oder Zelt? Darf ich das Ferienhaus im Wald nehmen?

Morgenmensch oder Nachteule? Ich war mal ersteres, mittlerweile hat sich das leider verschoben…

Rock oder Pop? Beides

Sommer oder Winter? Auch beides, aber eher Winter

Han Solo oder Luke? Luke

Wolf oder Fuchs? Beide, unter Gewaltandrohung würde ich mich aber für den Fuchs entscheiden.

Rabe oder Eule? Auch beide, aber Raben sind meine Lieblingstiere.

Schlange oder Drache? Auch beide.

Franziska, die Künstlerin

Du nennst dich Toradh, zum Beispiel findet man dich bei Deviant Art unter diesem Pseudonym, woher stammt der Name?

Der Name hat ganz langen Vorlauf! In den Anfangszeiten des Internets habe ich mal das Pseudonym Lychee benutzt. Dahinter steckte nicht mehr als der Umstand, dass ich gerne Obst esse und Lychee niedlich klingt. Als ich angefangen habe, Irisch zu lernen, wurde daraus toradh, was einfach das irische Wort für Obst ist. Es wird übrigens „torre“ gesprochen. Nur, falls sich das mal jemand gefragt hat…

Seit wann zeichnest du?

Generell habe ich darauf dieselbe Antwort wie jeder andere Künstler: seit ich einen Stift halten kann.

Was malst du am liebsten?

Tiere und Sterne. Außerdem habe ich ein Faible für Vogelflügel im Speziellen, und für Meerjungfrauen.

Was bedeutet Fan Art für dich?

Zum einen war meine Motivation zu malen und zu zeichnen immer, die Bilder in meinem Kopf zu Papier zu bringen; nicht nur meine eigenen Ideen, sondern auch genauso häufig “headcanons” wie das im Internet-Slang so schön heißt. Ferner ist es eine Möglichkeit, meiner Wertschätzung für die Werke Anderer Ausdruck zu verleihen. Und zu guter Letzt ist Fanart ein Ausgangspunkt, um mit anderen Leuten über die Dinge, die mir gefallen, ins Gespräch zu kommen. Immerhin ist jedes Bild auch eine Interpretation, über die man sich austauschen kann. Und das ist schön.

Welcher Trigger lässt dich zum Stift greifen?

Da ich mittlerweile auch beruflich zeichne, “zwinge” ich mich dazu, weil ich weiß, dass ich in Form bleiben und üben muss. Was nicht heißen soll, dass ich daran keinen Spaß hätte… Abgesehen davon habe ich wie bereits erwähnt immer wieder das Bedürfnis, Bilder in meinem Kopf einfach zu Papier zu bringen.

Wie finden es deine Freunde eine Künstlerin an ihrer Seite zu haben?

Also meine beste Freundin ist begeistert! Tatsächlich waren die ersten Worte, die sie jemals zu mir gesagt hat, als wir uns kennengelernt haben (noch vor einer Begrüßung oder Vorstellung): “Ich suche eine Franzi! Mir wurde gesagt, wir würden uns bestimmt gut verstehen!”. Das war auf einer Geburtstagsfeier, und das Geburtstagskind hatte ihr offensichtlich meine Bilder gezeigt, bevor sie uns zusammengeführt hat…

Als Autorin hüte ich mein Ideenbuch wie meinen Augapfel. Was löst dieses Gefühl in dir aus?

Ich bewahre ebenfalls alle meine alten Notizbücher und Skizzen auf; sowohl aus Nostalgie als auch um meinen eigenen Fortschritt beobachten zu können. Also halten wir das wohl ähnlich. 😉

Wenn du alles tun könntest, wie würdest du die Kunstwelt revolutionieren?

Mir würde es schon reichen, wenn jeder Künstler von seiner Arbeit leben könnte. Ich will ja gar nicht reich sein, nur meine Rechnungen am Ende des Monats bezahlen können.

Mit wem würdest du gerne einmal zusammenarbeiten?

Oh Gott, ich würde furchtbar gerne mal als Scenario Writer und Charakterdesignerin an einem Videospiel arbeiten, aber davon kann ich wohl nur träumen… Außerdem hatte ich mir lange Zeit gewünscht, einen Comic aus Tobias Sammet’s The Metal Opera pt. I+II zu machen. Ich weiß selbst nicht, was unrealistischer ist… Ich bewundere auch viele Einzelkünstler, aber eine Liste derer wäre tatsächlich eher eine Antwort auf die Frage “Wer sind deine Lieblingskünstler?” als auf die Frage, mit wem ich gerne zusammenarbeiten möchte.

Fällt dir den Abschied von verkauften Bildern schwer?

Offenbar ja, denn bisher habe ich größtenteils nur Bilder verkauft oder verschenkt, die von Anfang an als Geschenke oder Auftragsarbeiten gedacht waren. Die können auch sehr persönlich sein, aber anders als Bilder, die ich ganz für mich allein male. Aber mit der Professionalität kommt wohl auch der Wille, sich trotzdem von einem Original zu trennen.

Wo hängen deine Bilder in zehn Jahren?

Hoffentlich in Wohnzimmern von glücklichen Kunden.

Wer mehr über Franziska erfahren will, der ist auf ihrer Homepage richtig. Und diese Arbeiten hat sie für meine Amazonen-Reihe vollbracht:

Bleibt neugierig <3, eure Lara

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