Rollenspiele

Willkommen in der Hexenschmiede. Heute frisch aus dem Feuer:

Rollenspiele

In welches Kostüm willst du gerne schlüpfen?

Kleidung hat einen starken Einfluss auf unsere Psyche. Das kennen wir alle, diese bestimmte Jeans lässt uns wie Superwoman fühlen, während dieser Rock nur dazu verleitet, den ganzen Tag unruhig an uns herumzuzupfen. Und damit gehen Selbstbewusstsein oder Unsicherheit einher. Kein Wunder also, dass ganze Kostüme und die damit verbundenen Rollenspiele uns in verschiedenste Facetten unserer Identität schlüpfen lassen. Wenn du dich als Hexe gewandest, bekommst du einen anderen Zugang zu dir selbst, als wenn du dich als Astronautin verkleidest. Wir spüren die unterschiedlichen Anteile in uns, wenn unsere Kleidung sie auf unserer Haut sichtbar macht.

Das kannst du auch für sinnliche Momente nutzen. Probiere es aus, was es mit dir macht, im Fuchskostüm auf deinen Partner zuzukrabbeln oder als Polizistin die Handschellen zu zücken. Für jeden Geschmack ist das passende Kostüm schon irgendwo da draußen und das darauf abgestimmte Rollenspiel wird dir gleich mitgeliefert.

Suche Inspiration!

Schau doch einfach mal bei etsy unter „Kostüme Frau“ nach und finde Inspiration für das Kostüm, das dich auf tiefer Ebene anspricht. Lass dich von deinem Bauchgefühl leiten: Schau, was dich anmacht.

Vielleicht der spezielle Dress aus „The Handmaids Tale“? So wie hier: Etsy Handmaids Tale

Oder willst du die Amazonen-Königin Hippolyta verkörpern? Klicke hier: Etsy Hippolyta

Vielleicht reicht es auch schon, eine Körper-Kette anzulegen, um deine Fantasien ins Rauschen zu bringen? Schau mal hier: Etsy Körperkette

Die Kraft der Rollenspiele

So viel ist möglich, wenn wir uns auf Kostüme einlassen. Das liegt daran, dass wir durch Verkleidungen die bisherigen Partnerschaftsstrukturen auflösen oder zumindest aufweichen. Du bist wortwörtlich ein anderes Ich und kannst anders kommunizieren und auf andere zugehen. Und somit kannst du im Rollenspiel Aspekte deiner Bedürfnisse ausleben, die du sonst vielleicht zurückgehalten hättest. Überlege dir also, welche Anteile deines Selbst du unterstützen möchtest und wähle das passende Kostüm dazu aus:

Du möchtest dich gerne hingeben und die Kontrolle loslassen? Dann versuch es mal mit dem Schulmädchen-Outfit.

Du willst dir endlich nehmen, was du willst? Dann schmeiß dich in den Catwoman-Jumpsuit.

Vielleicht reicht auch erst mal eine Maske oder ein anderes Accessoire, um zu sehen, was die Rolle im Bett mit dir macht. Und wenn es noch nicht das Richtige war, um deine Fantasien zu entfesseln, dann probiere etwas anderes aus. Ich verspreche dir, du wirst einen Treffer landen und dann … Explosion. Lies auch gerne noch einmal in meinem Blogpost „Lustvolles Essen – Fünf Lebensmittel zur Steigerung der Libido“ nach, wie du deinen Körper bei dieser sexuellen Detonation unterstützen kannst.

Und hier noch ein Ratschlag aus meiner eigenen Hexenküche – der „Kraut und Rüben“-Tipp:

Während ich dir letzte Woche die Brennnessel als Lieblingskraut vorgestellt habe, will ich heute den Ingwer ins Spiel bringen. Ingwer löst mein inneres Feuer aus. Gerade im Übergang zwischen Herbst und Winter bin ich manchmal am Schreibtisch so eingefroren, dass meine Fingernägel blau werden. Ein Ingwer-Tee und meine körpereigene Heizung springt wieder an. Ich esse Ingwer sehr oft mittags feingehackt über meinen Eintöpfen oder ich entsafte ihn zusammen mit Kurkuma, Knoblauch und Orange zu einem Immun-Booster-Trank nach Anthony William, der schon so einige Erkältungen bei mir abgewendet hat. Probiere es aus.

Weiterlesen

Viel Spaß beim Erforschen deines Kostüm-Kinks und wenn du Lust hast, dann lies mal unten rein. In diesem Textausschnitt aus „Trick or treat the King“ trifft Amber auf ihren alten Schulfreund Nick, der auf einer Halloween Party in einem Sexclub ein Königskostüm trägt und sie wählt dann ihre ganz spezielle Verkleidung. Das Rollenspiel kommt ganz von selbst in Gang …

Gönn dir Lust und streu deine ganz persönliche Magie darüber.

Bis nächste Woche in der Hexenschmiede.

Deine Lara

Ausschnitt aus „Trick or treat the King“ (auch enthalten im neuen Sexy Snack Sammelband)

Plötzlich sehe ich ihn. Nick. Er wirkt verändert. Doch ich bin zu überfordert, um sofort zu verstehen, was ihn wie einen neuen Menschen aussehen lässt. Er flößt mir Respekt ein. Aber es ist nicht nur seine Größe. Ich erschaudere, weil er nun auch mich entdeckt hat. Unsere Blicke treffen sich. Er trägt eine Krone. Eine goldene, die ihn zum König macht. Er ist zweifelsohne der Herrscher dieser Gefilde und ich komme nicht umhin, ihn zu verehren. Er trägt eine Mischung aus schwarzer Königsgarderobe und glänzender Rüstung. Ganz offenbar ist er bereit, in den Kampf zu reiten. Sicherlich führt er sein Heer an vorderster Front an. Ich blinzle. In welchem Jahrhundert lebe ich noch einmal? 
Marina führt mich die letzten Schritte auf Nick zu. Dann stehe ich vor ihm. Ich lege meinen Kopf in den Nacken. Er ergreift meine Hand und küsst sie. Okay, mir wird schwindelig. 
»Endlich bist du da«, sagt er leise und schaut mich verschwörerisch an. »Ich freue mich darauf, dir die Kostüme zu zeigen. Hast du Lust?« 
Lust habe ich. Sehr viel Lust. Auf dich … 
Ich folge Nick und kann einfach nicht fassen, wie heiß ich ihn finde. Mit seinem bodenlangen Umhang sieht er auch von hinten so begehrenswert aus, dass mir das Wasser im Mund zusammenläuft. Als es voller wird, streckt er die Hand nach mir aus. Ich greife zu und spüre, wie mich ein Elektroschock durchläuft. Ich weiß nicht, ob ich das hier lebend überstehe. Meine Nerven liegen jetzt bereits blank und es fühlt sich an, als wäre mein Herz ungeschützt. Da dreht sich Nick einmal zu mir um und lächelt. 
Oh, mein König. Ich folge ihm, ohne einen weiteren Gedanken an mein Leben zu verschwenden. Auch um seinetwillen werde ich einfach versuchen, diese Halloween-Party zu genießen. 
Im Keller des Clubs ist es ruhig, nur schauriges Geisterheulen schallt aus der Ferne zu uns. Wir passieren einen Posten, der dem Chef und mir höflich die schwere Brandschutztür aufhält. Es folgt ein Tresorraum, dann die Getränkevorratskammern und ein Archiv. Schließlich stehe ich inmitten von Verkleidungen. Drei lange Kleiderstangen voll mit Kostümen.
»Da sind wir«, sagt Nick und seine weiche, dunkle Stimme löst eine Gänsehaut auf meinen Armen und Beinen aus. War ich jemals so empfänglich für eine Stimme? Ich wusste nicht, dass mich allein die Worte eines Mannes erregen können. Aber genauso ist es. Sobald Nick spricht, zieht sich etwas in meinem Bauch zusammen und kribbelt. Als würde ein Energieball in meinem Unterleib schweben, der durch seine Stimme aktiviert wird und mein Blut zum Kochen bringt. 
»Da sind wir«, wiederhole ich gedankenversunken. 
»Streife einfach durch die Reihen und sieh, was dich anspricht, Amber. Ich bin mir sicher, du wirst in jedem dieser Kostüme atemberaubend aussehen.«
Ich schnappe nach Luft. Es ist nicht nur seine Stimme, es ist die Art, wie Nick spricht. Seine Betonung ist wahrscheinlich dadurch gefärbt, dass er schon Tausende von Gedichten gelesen hat. Aber erst durch die Königsrüstung ist mir bewusst geworden, wie getragen er spricht. Er könnte einem meiner Lieblingshistorienfilme entsprungen sein. Gewählt und distinguiert drückt er sich aus. Oh, mein Begehren wird immer verzehrender. 
Fledermaus- und Piratenkostüm ziehe ich hervor und lasse sie gleich wieder zurückgleiten. Nick verfolgt mich. Er ist mir auf den Fersen, während ich die Verkleidungen inspiziere. Ich eile voran, sehe mich nach ihm um. Sein Anblick zieht mich wieder in das Gefühl hinein, plötzlich in der Zeit gesprungen zu sein. Bin ich zu Gast an seinem Hofe? Ich schüttle mich und wende mich den Kostümen zu. Da springt es mir ins Auge. Ein Kostüm aus schwerem Leinenstoff. Dazu gehören ein Kordelgürtel und eine Lederkette, an der ein Holzkreuz hängt. Ich bleibe stehen und lasse den kratzigen Stoff durch meine Hände gleiten. Mein Herz schlägt höher, als ich mich frage, ob ich mich wirklich derart verkleiden will. Es ist so … 
»Probiere es an«, flüstert Nick. Er steht direkt hinter mir. Ein kleiner Schritt rückwärts und ich würde gegen ihn prallen. 
Ich erschaudere. »Kann ich denn solch ein Kostüm tragen?!« Die Frage habe ich nicht direkt an Nick gestellt, eher an mich. Und vielleicht an Maria. In mir keimt ein unbezwingbarer Wunsch auf, dieses Leinenkleid anzuziehen. Denn auch wenn es in Sex-Club-Manier einen sehr hohen Schlitz hat, so fasziniert es mich doch, mich einmal wie eine Nonne fühlen zu können. 
»Es passt perfekt zu dir.« Nick nimmt es von der Stange und reicht es mir. Dann deutet er mit dem Kopf zu einer Umkleide. 
Ich hadere mit meiner Wahl. Aber dann trifft mich eine Erkenntnis, die mich schlussendlich aufwühlt: Ich bin des Königs Nonne, bete für sein Seelenheil und begehre ihn doch mit unreinen Gedanken. Die Dynamik des Moments reißt mich mit und so greife ich zu. Eile zur Umkleide, ziehe den Vorhang zu, schäle mich aus meinem Kleid und steige in das Gewand eines ganz anderen Menschen. Ich lege den Gürtel und die Kette an und betrachte mich erst dann im Spiegel. Mein Oberschenkel schaut aus dem Rock des Leinenkleides hervor. Beinahe kann man meine Unterwäsche aus bordeauxroter Seide sehen. Ich seufze. Was passiert hier mit mir? Kann ich so ein Kostüm tragen und die Blasphemie leben, die damit einhergeht? Will ich das tatsächlich? 
»Komm raus, Amber.« 
Nicks Worte sind freundlich gesprochen, aber ich höre den Befehl darin – dies hier ist sein Reich. Kurz schließe ich die Augen. Das Kribbeln ist allgegenwärtig. In meinem Unterleib rotiert der Energieball. Auch wenn mein Kopf zweifelt, mein Körper ist sich sicher, auf dem richtigen Weg zu sein. Und als ich Nick nun wieder erblicke, wird mir klar, dass mein Bauch recht hat. Ich will das hier. Ich will im Nonnenkostüm zu meinem König gehen. Ich will für ihn beten und ihm gehören. 
Nicks Blick trifft auf meinen. Mein Atem geht wilder. Er streckt die Hand aus und ich schreite zu ihm, um meine Finger in seine gleiten zu lassen. 
»Du siehst atemberaubend aus.« Er lächelt und betrachtet mich. Dann entdeckt auch er den Schlitz im Kleid und sein Lächeln wird breiter. »Ich mag dieses Gewand.« 
Scheu schlage ich die Augen nieder, denn in seinen Blick ist Begehren getreten und ich weiß nicht, wie ich damit umgehen soll. Am liebsten würde ich ihn anspringen. Aber das ist nicht mein Stil und der von Schwester Amber schon gar nicht. 
»Sieh mich an.« Sein Bass ist so dunkel wie nie zuvor.
Ich gehorche dem König und blicke auf.
»Ich will, dass du nun vorgehst, durch meinen Club läufst und wann immer du Sünde siehst, wirst du ein kurzes Gebet sprechen.« 
Mir klappt der Mund ein Stückchen auf. Nick ist mittendrin, ein Rollenspiel zu starten. Doch ich weiß nicht, ob ich dafür gemacht bin. »Ich … weiß nicht …«
Plötzlich macht er einen Schritt auf mich zu und wispert in mein Ohr: »Widersprichst du deinem König?« 
O je, die Lust blitzt durch mich hindurch. Schlagartig beschließe ich mitzumachen. »Nein, mein König, ich widerspreche nicht.« 
»Das erfreut mich, Amber. Das erfreut mich.« 
Einen kurzen Blick werfe ich ihm noch zu und sehe, dass er mit zufriedenem Ausdruck auf seinem schönen Gesicht nickt. Dann drehe ich mich um und wende mich dem königlichen Garten zu. 
Ich komme nicht weit. Denn gleich die erste Halle ist wie ein Verlies eingerichtet, in dem Frauen mit angeketteten Männern schlafen, Männer sich von Männern auspeitschen lassen und Frauen andere Frauen mit Nippelklemmen versehen und oral befriedigen. 
»Unzucht, Amber, sehr viel Unzucht«, sagt Nick neben mir. »Ich denke, du wirst hier etwas für das Seelenheil meiner Untertanen tun müssen.«
Ich schaue ihn an. Auf seinen vollen Lippen liegt ein grimmiges Lächeln. Sein Blick streift durch die Kerker-Szenerie vor ihm. An einem Paar, das sich in unserer Nähe gerade heftig mit Zunge zu küssen beginnt, bleibt er hängen. Die Frau trägt eine dieser eng am Hals anliegenden Ketten mit Ring – viel mehr hat sie nicht an. Habe ich nicht irgendwo aufgeschnappt, dass dieser Schmuck bedeutet, dass sie sich ihrem Partner unterwirft? 
»Das Gebet, Amber!«
Ach ja! Unser Rollenspiel, ich bin seine Nonne. Ein klein wenig überrascht, dass ich wirklich mitspiele, falte ich die Hände und will gerade mit einem Rosenkranz beginnen. Da geht die Frau mit Kette vor ihrem Mann auf die Knie, zieht ihm die Polizeiuniform herunter und nimmt seinen Penis tief in den Mund. So tief, dass ich große Augen mache. Ihr Partner hat kein kleines Geschlecht und trotzdem verschwindet es bis zum Ansatz in ihr. Ich staune. Vor allem, weil sie so verharrt. Und ihre Nasenspitze berührt wirklich fast den Bauch ihres Mannes. Der reißt nun auch genießerisch den Kopf in den Nacken, packt seine Frau und drückt seinen Penis noch tiefer in sie hinein. Mir wird ganz heiß. Da geht ein Würgen durch den Körper der Frau, aber sie zieht sich nicht zurück. Ich halte die Luft an. Was sehe ich hier gerade?! Dann rückt sie endlich zurück und schnappt nach Luft wie ein Ertrinkender. Wischt sich Spucke vom Mund und beginnt unter wohligem Stöhnen, am Penis ihres Mannes zu lutschen. 
Ich brauche noch einen Moment, um das zu verarbeiten, doch dann flacht die Scham etwas in mir ab und mir wird klar, dass ich mich an Nicks Hand festklammere. Wieder schaue ich zu ihm auf und entdecke einerseits ein amüsiertes Grinsen auf seinen Lippen, aber andererseits auch einen besorgten Ausdruck in seinen Augen. 
»Kein Grund zur Panik, Amber«, murmelt er mir zu und beendet kurzerhand den Ausflug ins königliche Verlies. 
An der Bar stellt Nick mich ab und ordert per Fingerzeig zwei Bierkrüge. Davon reicht er mir einen, stößt mit mir an und trinkt einen großen Schluck. Ich mache es ihm nach und spüre, wie gut mir die kühle, sprudelnde Flüssigkeit tut. So kehrt auch meine Sprache zurück und ich frage ihn ganz unverblümt: »Stehst du auf so was?«
»Auf was?« Nick schaut mich aufmerksam an. 
»Auf das, was die Frau im Kerker mit ihrem Mann gemacht hat. Deep throat?« Ich komme mir ein bisschen komisch vor, den Begriff zu benutzen, so als hätte ich kein Recht, darüber zu sprechen, weil ich es noch nie gemacht habe. 
Nick holt schon Luft, um zu antworten. Doch dann zögert er und mir wird wieder ganz schummrig. 
Er mag das auch! Shit! Ich kann das überhaupt nicht …
»Es kommt darauf an, ob die Frau darauf steht.« 
Seine Antwort verwirrt mich. Dann ergänzt er ein paar Worte: »Vom Gefühl her mag ich es, Amber. Aber wenn meine Partnerin es nicht toll findet … oder keine Erfahrung damit hat, dann brauche ich es nicht.« 
Er ist mir beim Reden näher gekommen und plötzlich merke ich, dass ich auf ihn zu taumle. Wie ein Magnet fühlt sich Nick für mich an. Und plötzlich weiß ich, wenn ich etwas Neues ausprobieren wollte, dann mit ihm. Er schaut mich so durchdringend an, dass mir der Schweiß ausbricht. Am liebsten würde ich jetzt und hier ausprobieren, wie tief ich ihn in den Mund nehmen kann. Na ja, nicht hier vielleicht. Und jetzt wäre auch ein bisschen krass. Aber vielleicht will ich ihn küssen. Ich gehe auf ihn zu. Aber Nick weicht mir aus. 
Oh! Mein! Gott! 
Wie peinlich. Er will mich nicht küssen.
»Komm mit, Amber«, sagt Nick nur. »Ich will dich für mich allein.« 
Die Emotionen rauschen durch mich hindurch. Will er mich vielleicht doch küssen? Dass er sich dafür Privatsphäre wünscht, hätte ich nicht vermutet. Aber wir sind hier natürlich an seinem Arbeitsplatz. Wiederum ist es ein Arbeitsplatz, an dem sich alles um Sex dreht … Ich bin mit meiner Grübelei noch nicht fertig, als Nick mich in sein Büro schiebt und die Tür hinter sich abschließt. Sofort schlägt mein Herz drei Takte schneller. Ich lehne mich an seinen Schreibtisch, der aus massiver Eiche gearbeitet ist, und finde Halt. 
Und dann steht er plötzlich vor mir. In voller Größe. Als leibhaftig gewordene königliche Versuchung. 
Er hebt seine Hand und streichelt meine Wange. Ich schließe die Augen, zerfließe an dieser Berührung und höre nur halb zu, als er sagt: »Wird Gott mir denn vergeben, wenn ich versuche, seine treuste Tochter zu verführen?« 
Flatternd öffne ich meine Lider. Meint er mich? Ich lächle zaghaft. »Ich werde für dich beten … Für uns.« 
Er lächelt zurück. »Dann küss mich jetzt, Amber.«
Ich halte die Luft an. Passiert das wirklich? Nun weicht er nicht mehr zurück. Ganz im Gegenteil, er kommt mir immer näher. »Ja, mein König«, antworte ich und frage mich, ob dies der richtige Zeitpunkt ist und ob ich ihn verliere, wenn es zwischen uns nicht klappt, ob ich ihm genüge und ob ich gut genug bin … Sein Mund presst sich warm und innig auf meinen und in meinem Kopf herrscht schlagartig Ruhe. Dafür beginnt ein Tosen in meiner Brust und mein Herz bäumt sich auf, als ich die Lippen öffne und mit einem hellen Stöhnen mehr von Nick Royal in Empfang nehme. Unser Kuss wird sehr schnell sehr intensiv und meine Beine zittern vor Lust – unaufhaltsam entsendet mein Mund die Boten der Leidenschaft in meinen ganzen Körper. 
»Du schmeckst unfassbar gut, Amber. Wie ein süßes Bonbon«, sagt Nick leise, ohne sich ganz von mir zu lösen. So spüre ich seine dunkle Stimme tief in meinem Bauch vibrieren. »Erdbeere vielleicht.« Er leckt sich über die Lippen, als könnte er mich noch einmal schmecken. Ich beobachte ihn gebannt. »Ja, du schmeckst nach Erdbeere.«
»Vielleicht weil ich mir am Eingang ein Bonbon geschnappt habe …«
Nick lächelt und kommt noch näher. »Ich will dich küssen, seitdem ich dich in der Schule zum ersten Mal gesehen habe.« 
Ich stöhne wieder auf. Diese unerwarteten Worte aus seinem Mund, sie machen mich unendlich glücklich. »Damit habe ich nicht gerechnet«, flüstere ich an seinen warmen Lippen.
»Du bist alles, was ich will, Amber. Ich habe immer nur an dich gedacht.« Er schließt die Augen. Als er die Lider hebt, ist sein schalkhafter Ausdruck wieder da. »Und jetzt erzähl mir davon, dass du noch niemals gekommen bist.« 
Ein Pfeil aus heißer Scham fährt mir vom Scheitel bis zur Sohle durch den Körper. »Ich … Ich …«, stammle ich und registriere, wie Nicks Hand langsam zu dem Schlitz in meinem Kleid sinkt. »Was hast du vor?«, frage ich unsicher. 
»Mein König!«, sagt Nick, schaut mich fest an und lässt seine Hand über meinen bebenden Oberschenkel gleiten.
»Mein König?«, frage ich und kann kaum klar denken, weil ich es liebe, von ihm an meinem Bein berührt zu werden. 
»Sollte eine Tochter der Kirche ihren Herrscher und Gebieter nicht mit ›mein König‹ ansprechen?« 
Mein Mund öffnet sich und ich keuche leise, weil er in diesem Augenblick seine Fingernägel über meinen nackten Schenkel fahren lässt. »Doch … natürlich … mein König.« 
Er lächelt. »Und jetzt sag mir, warum du niemals einen Höhepunkt erlebt hast.« 
Ich spüre, dass seine Hand meinem Schoß näher kommt. Das macht mich auf der einen Seite atemlos, auf der anderen lockert es auch meine Zunge. Die Vertrautheit des Moments passt zur Intimität seiner Frage. »Ich habe es schon so oft versucht. Es klappt einfach nicht. Ich … weiß einfach nicht, was ich mag.«
»Aha«, grollt Nick dunkel, seine Finger streifen den Rand meines Seidenhöschens. 
Ich schnappe nach Luft. 
Er gibt einen Laut der Zustimmung von sich, ganz so, als gefiele ihm meine Reaktion auf seine Zärtlichkeiten. »Aber das hier magst du.« 
Eine Feststellung, die meine Temperatur steigen lässt. »Ja …« Ich erinnere mich an seine Forderung. »Mein König.«

Abonnieren
Benachrichtige mich bei
guest
0 Comments
Inline Feedbacks
Alle Kommentare ansehen
0
Was denkst du? Lass einen Kommentar da!x
()
x