Bonusepilog zu „The Rabbit’s Kiss“

Du hast „The Rabbit’s Kiss“ gelesen und willst noch ein bisschen mehr Zeit mit Lesley und Patrick verbringen?
Dann bist du hier genau richtig!
Erzähl mir gerne, wie dir das kleine Bonbon geschmeckt hat.

Ich weiß, ich sollte Angst haben, weil Patrick so nervös ist. Aber ich bin viel zu aufgeregt. Wir sind in Rom! Ich hätte mir nie träumen lassen, einmal nach Europa zu reisen, aber nun sind wir in dieser anderen Welt gelandet und ich spüre, dass die Stadt mein Leben verändern wird. 

»Keine Sorge, sie werden dich mögen«, sagt Patrick und ergreift meine Hand. Seine Finger sind kühl und schwitzig. »Du darfst sie nur nicht so ernst nehmen, ja?«

»Keine Sorge, ich freue mich auf deine Brüder«, spreche ihm und mir Mut zu. Ich stelle mich auf die Zehenspitzen und hauche ihm einen Kuss auf die Lippen. Ich bin vorsichtig mit Zuneigungen für Patrick in der Öffentlichkeit, weil ich mich in seiner Nähe immer wieder drohe zu vergessen. Also belasse ich es bei einem schüchternen übereinander Streifen unserer Münder.

Patrick hebt die Hand zu dem alten Bronzetürklopfer, ein Löwe, der uns entgegenbrüllt. 

Dann wird die türkisfarbene Holztür aufgerissen und ich sehe mich einem strahlenden Mann gegenüber, der zwar einen Kopf kleiner ist als mein Angebeteter, dessen Lächeln aber auch nicht von dieser Welt ist – strahlend weiße Zähne, schöne Lippen. 

»Ciao Bella!«, ruft er, der unverkennbar Patricks Bruder ist und zieht mich zu zwei Küssen auf meine Wangen zu sich. Dann hält er mich ein Stück von sich weg und ruft mit einem wunderbaren Akzent über seine Schulter in den Innenhof hinein: »Mattia! Domenico! Kommt schnell! Unsere Schwägerin ist ein Engel!«

Wir schmausen an einer langen Tafel, die im Atrium des Hauses unter dem freien Nachthimmel steht. Weinranken schlängeln sich über uns an hölzernen Gestellen entlang. Italienische Musik tänzelt von einem alten Plattenspieler aus in die Luft hinauf, es riecht nach Sommer und reifen Orangen. Ist es nicht oft so, dass man von einem Ort träumt und durch die Realität enttäuscht wird? Rom macht das Gegenteil mit mir. Diese Nacht ist alles, was das Leben zum Wunder macht. Das Fleisch zergeht auf meiner Zunge, der Wein schmeckt fruchtig voll und macht mich angenehm schwer und Patricks Nähe umgarnt mein Herz mit Liebe und der Lust, unsere erste europäische Nacht gebührend zu feiern. 

Salvatore, Mattia und Domenico sind quirlig, wissen, wie man einer Frau Komplimente macht, damit sie rot wird und zelebrieren die Sticheleien untereinander, wie es nur ein eingespieltes Team kann. Patrick hat dabei eine Rolle, die ich nicht von ihm kenne. Er ist ruhiger, beobachtet alles sehr genau und lässt seine Umgebung eine Dominanz spüren, die ich überraschend, aber auch äußerst attraktiv finde. 

Als es spät in der Nacht ist, lehnt er sich zu mir und sagt: »Ich denke, ich habe dich nun lang genug mit meinen Brüdern geteilt.« 

Daraufhin nimmt er meine Hand und zieht mich von meinem Stuhl hoch. Seine kleinen Brüder verstummen, obwohl sie gerade mitten in einer wilden Sportwagendiskussion waren. 

»Was habt ihr vor?«, fragt Mattia, der sein schwarzes lockiges Haar lang trägt. 

»Wir gehen.« Patrick ist vielleicht ungewohnt wortkarg, aber sein Mund ist von einem typischen Lächeln umspielt. 

»Das sehen wir!«, ruft Domenico, dessen dunkle Stimme schon die ganze Nacht durch das Atrium schallte. »Tut aber nichts, was ich nicht auch tun würde.« 

»Bis Morgen.« Patrick lacht und zieht mich mit sich. 

Seine Brüder grölen und rufen uns auf Italienisch vermutlich obszöne Sachen hinterher, denn Patrick wird sehr schnell. Kaum sind wir um die nächste Ecke gelaufen, reißt er mich an sich, drückt mich gegen die nächste Wand, schiebt mein Kleid hoch, drängt sich zwischen meine Beine und küsst mich, als hinge davon unser Leben ab. Er lässt seine Hand an meinem Hals hinaufgleiten und ergreift meine Kehle, presst mich noch ein bisschen härter gegen die Wand und stöhnt, als ich meinen Mund öffne, um mich tief küssen zu lassen. Auf einer instinktiven Ebene weiß ich, dass er mich als sein markiert. Diese Erkenntnis wallt in meinem Unterleib auf und wischte alle Müdigkeit der Nacht fort. 

»O, Patrick! Das habe ich mir schon die ganze Zeit gewünscht.« 

Er knurrt. »Du hast also nur an mich gedacht? Den ganzen Abend lang?«

Ich lecke an seiner Unterlippe entlang und mag es, wie er dadurch erzittert. »Nur an dich. Den ganzen Abend lang«, bestätige ich. 

»Und warum hast du dann mit meinen Brüdern gelacht und geflirtet? « 

Ruckartig schlage ich die Augen auf und sehe, dass wilde Eifersucht in Patricks Blick herumwirbelt. Es belustigt mich, aber gleichzeitig spüre ich auch, dass seine intensiven Gefühle auf mich übergreifen. Auch er soll nur mir gehören! Viel zu oft, begehren ihn andere Frauen mit ihren Blicken. Aber er ist mein! Plötzlich verstehe ich, warum er zuvor so aufgeregt war. Gar nicht, weil seine Brüder mich nicht leiden könnten, wie ich vermutet habe. Er wusste, dass er eifersüchtig reagieren würde. Er hat es geahnt … Ich reiße ihn an mich und flüstere an seinem Ohr: »Ich gehöre nur dir, Patrick O’Leary.«

Jetzt ist es um ihn geschehen. Mein Liebster packt mich, wirbelt mich so herum, dass ich mit dem Rücken zu ihm stehe und eng umschlungen drängt er mich vorwärts, den Gang entlang und in das Zimmer hinein, in dem unser Gepäck auf uns wartet. Die Tür geht hinter uns ins Schloss, da schleudert er mich aufs Bett und fällt wie ein wildes Tier über mich her. Es ist nicht das erste Mal, dass ich mich wie seine Beute fühle, aber es ist das erste Mal, dass ich auf körperlicher Ebene spüre, wie sehr er mich verzehren will. Nichts an mir ist mehr sicher, Patrick wühlt sich durch mein Kleid, reißt meinen BH und meinen Slip herunter und berührt mich mit Fingern und Zunge überall. Er hinterlässt eine Spur von Bissen auf meiner plötzlich glühenden Haut. Als er seine Hand zwischen meine Beine schiebt und dann gleitend sanft in meinen Schoß eindringt, schreie ich auf, weil die Intensität der Gefühle mich einfach übermannt. »Patrick!« 

Tatsächlich erstarrt er, seine Finger tief in mir. »Du bist so feucht, Lesley. Warum bist du so feucht?«

Ich schnappe nach Luft. Dieser Mann macht mich verrückt, in so vielen Belangen. Verrückt vor Liebe, verrückt vor Abenteuern, aber auch verrückt vor neuen Gefühlen. Denn genau jetzt lässt er mich von einer exquisiten Mischung aus Scham, Lust und Stolz kosten. All das ausgelöst von seiner provokanten Frage, warum ich schon so bereit für ihn bin. Ich denke, ich werde ihm darauf keine Antwort geben. Immerhin sollte er wissen, dass ich sofort auf seine Nähe anspringe. Es ist vollkommen gleichgültig, ob ich vorher mit diesen oder jenen Leuten in Kontakt war, seit Tagen nur gelernt habe oder frisch aus der Dusche komme, die ich nehmen musste, weil er mich wenig vorher zum Kommen und zum Schwitzen gebracht hat. 

»Sag mir, warum du so feucht bist, Lesley«, knurrt Patrick aber erneut. 

Ich straffe die Schultern und sehe ihm fest in die Augen. »Weil ich dich begehre, Patrick!« Meine Stimme bebt. »Weil du mich anmachst, aufwühlst und tief berührst. Ich brenne vor Leidenschaft, wenn ich dich sehe. Und wenn ich dich spüre, dann fließen alle Kräfte dieses Universums in meinen Schoß und machen ihn weich und nass für dein Eindringen.« Mein Herz pocht viel zu wild in meiner Brust und ich schnappe wieder nach Luft, weil ich so aufgeregt bin. Patrick ist so ein schöner Mann und ich sehe gerne dabei zu, wenn Emotionen über sein bezauberndes Gesicht streifen. Jetzt ist es animalische Lust, die sich erst in seinem Blick, dann auf seinem ganzen Gesicht abzeichnet. Er reißt mich an sich, steht auf und setzt mich auf der antiken Holzkommode wieder ab, dann spreizt er meine Beine. Ich weiß, was nun kommt und so halte ich mich mit Fingern und mit Nägeln an seinen muskulösen Schultern fest. Er erobert meinen Schoß mit einer einzigen Attacke und weil ich hell aufschreie, hält er mir den Mund zu. Er nimmt mich und als ich spüre, dass ich kommen werde, weiß ich, dass das Ausmaß meines Begehrens an Rom liegen muss. Eifersucht und Lust, Genuss und Überdruss, Licht und Dunkelheit, in Rom liegt zwischen all dem nur ein Hauch. Und zusammen mit Patrick bin ich bereit, alle Grenzen immer und immer wieder zu überschreiten.

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6 Monate zuvor

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